17. Juni 2025
Die Wissenschaft hinter effektiven Lerninhalten: Was macht Schulungen nachhaltig?
Jonny McAlister
Head of Customer Experience
Wie können Sie dafür sorgen, dass Schulungen am Arbeitsplatz langfristig Wirkung zeigen? Erfahren Sie mehr über die wissenschaftlichen Grundlagen für effektive, nachhaltige Lerninhalte.
Hohe Lernmotivation ist zwar gut und schön, aber wenn L&D wirklich Ergebnisse erzielen soll, muss es Fähigkeiten und Wissen an die Lernenden vermitteln. Mit anderen Worten: Es muss haften bleiben.
Wie erstellen Sie also effektive Lerninhalte, die Ihren Mitarbeitern neue Fähigkeiten vermitteln oder ihnen wichtige Schulungen bieten, die ihnen langfristig erhalten bleiben?
Ja, natürlich ist die Qualität der Lerninhalte selbst entscheidend. In diesem Artikel konzentrieren wir uns jedoch auf die Wissenschaft hinter einprägsamen Inhalten. Folgen Sie den Forschungsergebnissen, um effektive Lerninhalte für Ihr Unternehmen zu erstellen.
Wiederholen, wiederholen, wiederholen
Unsere Lehrer hatten recht, als sie uns immer wieder sagten, wir sollten vor Prüfungen den Stoff wiederholen. Wiederholung ist eine der effektivsten Methoden, um Lerninhalte langfristig zu verankern. Ein lateinisches Sprichwort sagt nicht umsonst: Repetitio est mater studiorum – Wiederholung ist die Mutter des Lernens.
Diese Erkenntnis wird durch neuere Studien gestützt, die zeigen, dass wiederholtes und zeitlich verteiltes Lernen die Gedächtnisleistung verbessert. Wiederholungen fördern den Aufbau schnellerer und stabilerer neuronaler Verbindungen, die durch den Prozess der Wiederholung zu festen Schaltkreisen im Gehirn werden.
Aber...
Wiederholung mit Abwechslung
Obwohl jede Form von Wiederholung das Lernen effektiver macht, ist der nachhaltigste Weg zur Wissensverankerung, vielfältige Lernerfahrungen anzubieten. Wiederholen bedeutet nicht, denselben Kurs immer wieder zu absolvieren.
Laut der Ingenieurwissenschaftlerin Professorin Barbara Oakley ist Wiederholung am effektivsten, wenn Lerninhalte in unterschiedlichen Kontexten und über einen längeren Zeitraum vermittelt werden.
Nutzen Sie alle verfügbaren Funktionen Ihres LMS (Learning Management System), um dieselben Inhalte in verschiedenen Formaten zu präsentieren – z. B. durch Video-Webinare, Präsenzschulungen, Offline-Lernen oder eine Kombination aus Video, Text, Bildmaterial und interaktiven Elementen. adaptive Tests können gezielt nur noch die Themen prüfen, bei denen der Lernfortschritt noch nicht ausreicht.
Lernen in die Praxis übertragen
Schaffen Sie Gelegenheiten, das neu erlernte Wissen auch praktisch anzuwenden – etwa durch Action Learning, Simulationen oder Gamification-Ansätze.
Die bekannte 70:20:10-Formel besagt, dass rund 70 % des Lernens durch praktische Erfahrung im Berufsalltag geschieht. Weitere 20 % erfolgen durch den Austausch mit anderen. Nur 10 % stammen aus formalen Lernangeboten.
Deshalb ist es entscheidend, formelle Lerninhalte durch realitätsnahe Anwendungsmöglichkeiten zu ergänzen, um das Gelernte langfristig zu verankern.
Soziales Lernen fördern
Denken Sie an die 20 % aus der 70:20:10-Formel: Soziales Lernen fördert den Austausch und steigert den Lerneffekt. Fördern Sie die Interaktion zwischen Lernenden – z. B. über Diskussionsforen im LMS oder durch nutzergenerierte Lerninhalte (User Generated Content).
Holen Sie sich Lerninhalte , die bei Ihrem Team hängen bleiben
Vereinbaren Sie einen Gesprächstermin mit einem Mitglied unseres Teams, um die Lerninhalte zu besprechen.
Kontaktieren Sie unsSetzen Sie auf Storytelling
Studien zeigen: Storytelling ist eine effektive Methode, um Inhalte nachhaltig zu vermitteln. Die Psychologin Peg Neuhauser fand heraus, dass Mitarbeitende, die Lerninhalte über Geschichten erhielten, sich diese deutlich besser und genauer merkten als jene, die dieselben Informationen in Form von Zahlen und Fakten erhielten.
Ein weiterer Vorteil von Storytelling: Etwa 40 % der Lernenden bevorzugen visuelle Lernmethoden wie Videos, Illustrationen oder Infografiken. Weitere 40 % sind auditive Lerntypen, die durch Zuhören lernen. Die restlichen 20 % sind kinästhetische Lerner, die durch eigenes Handeln und Erleben am besten lernen.
Storytelling im E-Learning, eingebettet in ein modernes Lernmanagementsystem, bedient alle Lerntypen. Videos mit Grafiken, überzeugende Sprecherstimmen und interaktive Elemente steigern die Wissensspeicherung und erhöhen die Lernmotivation.Somit hat es das Potenzial, die Schulung für alle Ihre Mitarbeiter nachhaltig zu gestalten.
Lernen in Mikroeinheiten unterteilen
Microlearning, also das Aufteilen von Inhalten in kleine, leicht verdauliche Lerneinheiten, steigert nachweislich die Lernleistung. Eine Studie von Nelson Cowan und Zhijian Chen aus dem Jahr 2005 zeigte, dass Informationen besser behalten werden, wenn sie in kleinen Blöcken statt als Einzelinformationen vermittelt werden.
Auch Studien im Bereich Online-Lernen bestätigen diesen Effekt. In How video production affects student engagement: an empirical study of MOOC videos, einer Studie von Philip J. Guo, Juho Kim und Rob Rubin, wurden 6,9 Millionen Video-Views in vier edX-MOOC-Kursen analysiert. Ergebnis: Videos unter sechs Minuten erzielten eine nahezu 100 % Engagementrate – deutlich höher als längere Videos.Angesichts des signifikanten Rückgangs des Engagements bei längeren Videos kamen sie zu dem Schluss, dass die Online-Lernvideos kürzer als sechs Minuten sein sollten.
Fazit: Auch komplexe Lerninhalte bleiben besser im Gedächtnis, wenn sie in kurze Lernsequenzen gegliedert sind.
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