25. August 2025
Wie man den Wechsel zum Online-Lernen vollzieht (ohne das Engagement zu verlieren)
Natalie Ann Holborow
Leiterin für Content Marketing
Vielleicht führen Sie schon seit Jahren Präsenzschulungen durch. Sie kennen den Ablauf in- und auswendig, lesen die Körpersprache Ihrer Teilnehmenden intuitiv und schaffen es, durch persönliche Gespräche echte Begeisterung zu wecken. Doch was passiert, wenn Ihr Unternehmen künftig hybrid oder komplett remote arbeitet? Oder wenn das Budget knapper wird – oder Sie schlichtweg eine größere Zielgruppe erreichen müssen, weil das Unternehmen wächst?
In unseren Gesprächen mit L&D-Fachleuten ist eine der am häufigsten genannten Befürchtungen im Zusammenhang mit der Umstellung von Face-to-Face auf digitales Lernen, dass das Engagement der Lernenden abnehmen wird.
Wie gelingt also der Umstieg auf digitales Lernen, ohne das Lernengagement zu verlieren?
Ursachen für fehlendes Engagement beim digitalen Lernen
Die Größe des globalen E-Learning-Marktes betrug im Jahr 2024 einen Wert von rund 231,93 Milliarden USD und wird voraussichtlich bis 2034 auf rund 1086,07 Mrd. USD steigen. Mit 99 % aller Unternehmen, die inzwischen E-Learning-Angebote für ihre Mitarbeitenden bereitstellen(verglichen mit nur 76 % vor fünf Jahren), zeigt sich deutlich: Digitales Lernen ist auf dem Vormarsch und wird dauerhaft bleiben.
Auf der Learning Technologies Digital Experience 2022 wies Sukhvinder Pabial auf mehrere schlechte Praktiken hin, die seit Beginn der COVID-19-Pandemie den Erfolg digitaler Lernformate beeinträchtigen. Zu den häufigsten Fehlern zählen:
Ein „Lift-and-Shift“-Ansatz für die Online-Verlagerung des Lernens
L&D-Teams, die „über Nacht“ zu Experten für virtuelle Schulungen oder Wellbeing werden
Fehlende Sorgfalt bei der Erstellung digitaler Inhalte
Ignorieren sinnvoller Kollaborationstools
Weitere häufige Gründe für den Rückgang der Lernbeteiligung im Online-Training sind:
Fehlende Möglichkeiten zum Peer-Learning
Lange Videos im Stil von Vorlesungen
Begrenztes Feedback oder Unterstützung
Digitale Ermüdung (Tech-Fatigue) und Ablenkung
Das Gefühl, „allein“ und ohne Community zu lernen
Als Australiens Universitäten während der Pandemie auf Online-Lernen umstellten, sank das allgemeine Lernengagement von 59,9 % im Jahr 2019 auf nur noch 43,2 %. Ein deutlicher Rückgang, der zeigt, was passiert, wenn Inhalte ohne didaktische Planung einfach digitalisiert werden.
Die gute Nachricht ist jedoch, dass alle Ursachen für ein geringes Online-Engagement der Lernenden behoben werden können.
Wie Sie das Lernengagement im Online-Training aufrechterhalten
Bei Synergy Learning haben wir in den vergangenen 20 Jahren über 1.000 Organisationen dabei unterstützt, erfolgreich auf digitales Lernen umzustellen. Dabei haben wir ein klares Muster erkannt: Lernengagement im Online-Training steigt, wenn das Lernen aktiv, sozial, relevant und begleitet ist. Basierend auf unseren Erfahrungen und den häufigsten Herausforderungen, die uns von L&D-Teams geschildert werden, haben wir hier unsere besten Tipps zusammengestellt, um den Wechsel zum digitalen Lernen erfolgreich zu gestalten und gleichzeitig das Engagement der Lernenden zu sichern.
1. "Unsere Lernenden werden nicht motiviert sein, wenn sie nicht im Raum sind."
Menschen lernen besser gemeinsam. Die Social Learning Theory von Albert Bandura (1977) betont die Bedeutung des Beobachtens, Nachahmens und Modellierens von Verhaltensweisen, Einstellungen und emotionalen Reaktionen anderer. In Präsenztrainings profitieren Lernende von sozialen Signalen, Gruppenenergie und direkter Zusammenarbeit. Online kann genau das leicht verloren gehen, was die Motivation schnell sinken lässt.
Eine der größten Herausforderungen beim digitalen Lernen ist die Isolation. Um dem entgegenzuwirken, brauchen Sie geeignete Tools, die das soziale Lernen auf Distanz ermöglichen. Moderne Lernmanagementsysteme – wie Totara und Moodle – bieten genau das: eine zentrale Plattform, auf der sich Lernende austauschen, gemeinsam Probleme lösen, Ressourcen empfehlen und bewährte Methoden teilen können.
Ein guter erster Schritt: Richten Sie Communities of Practice rund um gemeinsame Rollen, Themen oder Herausforderungen ein. Bieten Sie einen Raum, in dem sich Menschen offen austauschen, Ressourcen teilen, Lösungsansätze diskutieren und gegenseitig Feedback geben können. Sie werden überrascht sein, wie lebendig solche Gespräche werden, wenn die Teilnehmenden gezielt miteinander in Kontakt treten. Totara Workspaces eignet sich hierfür besonders gut.
Auch Live-Kontakte sollten nicht fehlen. So wichtig Flexibilität und asynchrones Lernen auch sind – Tools wie BigBlueButton ermöglichen interaktive Live-Sessions mit Breakout-Räumen für fokussierte Zusammenarbeit. Sie können Kurse planen, Anwesenheit und Engagement verfolgen und Lernaktivitäten reibungslos verbinden, immer mit dem Fokus auf die Bedürfnisse der Lernenden. Ergänzen Sie dies durch regelmäßige Video-Check-ins mit Führungskräften oder Coaches. Wenn Menschen gezielt miteinander verbunden werden, fühlen sie sich unterstützt und sind deutlich motivierter zu lernen.
2. "Wir haben nicht das Budget für die Einführung von Online-Learning."
L&D-Budgets sind oft begrenzt – besonders in Branchen wie dem Non-Profit-Bereich oder im öffentlichen Sektor. Die Umstellung auf digitales Lernen wirkt auf den ersten Blick wie eine große Investition, vor allem, wenn man an aufwendig produzierte Videos, neue Plattformen und spezialisierte Instructional Designer denkt. Viele L&D-Teams befürchten, dass die Kosten den Nutzen übersteigen.
Dabei gibt es Möglichkeiten, Online-Lernen einzuführen, ohne das Budget zu sprengen (und wenn Sie im öffentlichen oder gemeinnützigen Sektor arbeiten, haben wir spezielle Guides für genau diese Herausforderungen).
Erstens: Sie müssen nicht sofort alles umstellen. Starten Sie im Kleinen und skalieren Sie schrittweise. Wir empfehlen, zunächst ein oder zwei wirkungsstarke Online-Kurse als Pilotprojekt umzusetzen, bevor Sie sich zu einem vollständigen Rollout verpflichten. Wenn Sie bereits Präsenzmaterialien haben, können Sie diese z. B. in Microlearning-Formate umwandeln. Oder nutzen Sie vorhandenes Fachwissen im Unternehmen: Ein einfaches Zoom-Video mit internen Experten ist oft ausreichend und deutlich günstiger als ein ganzes Produktionsteam.
Zweitens: Wenn Sie auf ein individuelles Branding nicht verzichten möchten, aber die Kosten für ein vollständig maßgeschneidertes Design scheuen, ist unser Spark LMS-Theme eine ideale Lösung. Es wurde exklusiv für Synergy Learning Kunden entwickelt. Basierend auf unserer Erfahrung mit über 1.200 entwickelten Lernplattformen haben wir Spark mit nützlichen Integrationen, höchstem UX-Standard und beliebten Premium-Funktionen ausgestattet, inspiriert von den meistgewünschten Custom-Features unserer Kundenprojekte. So erhalten Sie beeindruckende Funktionalität, ohne ein teures individuelles Design entwickeln zu lassen.
Und zu guter Letzt: Zeigen Sie frühzeitig den Return on Investment (ROI) auf. Studien zeigen, dass gut gestaltete Online-Trainings die Time-to-Competency um 40–60 % verkürzen können – im Vergleich zu Präsenzschulungen – und gleichzeitig eine konsistente Qualität bei großen Zielgruppen ermöglichen (Brandon Hall). Das ist ein echter Kostenvorteil, den Sie direkt an Ihre Geschäftsführung oder Finanzabteilung weitergeben können.
3. "Es wird zu komplex sein, um es in andere Systeme zu integrieren."
Wenn Sie es gewohnt sind, einen Schulungsraum zu buchen und Handouts auszudrucken, kann die Vorstellung, plötzlich mehrere Plattformen, Logins und IT-Anfragen zu koordinieren, ziemlich überwältigend wirken. Viele befürchten, dass sie am Ende mehr Zeit mit Systempflege verbringen als mit der Umsetzung qualitativ hochwertiger Trainingsprogramme.
Aber: Moderne Lernmanagementsysteme (LMS) sind genau dafür gemacht, um Ihnen Arbeit abzunehmen, nicht zusätzliche zu schaffen. Mit der richtigen Plattform:
- Integrieren Sie Ihre HR-, CRM- oder Kommunikationstools nahtlos, damit die Daten der Lernenden automatisch fließen (und Sie nicht stundenlang mit Tabellenkalkulationen beschäftigt sind).
- Zentralisieren Sie alles auf einer einfach zu bedienenden Plattform: Ihre Kurse, Ressourcen, Links zu Live-Sitzungen oder die Verfolgung des Lernfortschritts.
- Automatisieren Sie Ihre Verwaltung - von Einschreibungen und Erinnerungen bis hin zu Zertifikaten und Berichten - damit Sie sich auf die Lernergebnisse konzentrieren können, anstatt Akten zu wälzen.
Das Beste daran: Sie müssen das nicht allein einrichten. Ein guter LMS-Partner übernimmt den Großteil der technischen Einrichtung, verbindet Ihre bestehenden Systeme und schult Ihr Team, damit Sie direkt durchstarten können. Werfen Sie einen Blick in unsere Fallstudien, um zu sehen, wie wir das bei anderen Kunden erfolgreich umgesetzt haben.
Sind Sie bereit, vom Präsenz- zum Online-Lernen zu wechseln?

Gut konzipiertes Online-Lernen kann tatsächlich flexibler, integrativer, skalierbarer und ansprechender sein als herkömmliche Präsenzschulungen. Online-Schulungen zerstören nicht das Engagement - schlecht konzipierte Schulungen schon.
Denken Sie daran: Halten Sie das Lernen sozial, aktiv, leicht verdaulich und sorgen Sie dafür, dass Ihre Lernenden sich unterstützt fühlen, indem Sie sie gezielt mit anderen vernetzen.
Möchten Sie sehen, wie das für Ihre Organisation funktioniert? Buchen Sie eine Demo und wir zeigen Ihnen, was Sie gemeinsam mit dem Team von Synergy Learning erreichen können. Und dann sehen Sie, wie das Lernengagement spürbar steigt.